Erste Seetaler Sportkonferenz setzt Impulse für eine bewegte Region

02. Juli 2026

Wir haben am 30. Juni in der Braui Hochdorf erstmals zur Seetaler Sportkonferenz eingeladen. Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Behörden, Schulen und Sportvereinen folgten der Einladung. Im Zentrum stand die Frage, wie Sport und Bewegung im Seetal gemeinsam gefördert, besser vernetzt und weiterentwickelt werden können.

Mit dem neuen Geschäftsfeld «Sport- und Bewegungsförderung» übernahmen wir eine zusätzliche regionale Aufgabe. Seit Mitte 2025 ist Coni Grünig aus Ballwil als Sportkoordinatorin tätig. Die Stelle wurde mit Unterstützung des Kantons Luzern geschaffen und die Gemeinden beteiligen sich mit 1.50 Franken pro Kopf daran.

Zum Auftakt zeigte Coni Grünig auf, was in der regionalen Sportkoordination bereits angelaufen ist. Neben dem Aufbau eines Netzwerks konnten erste Projekte in den Gemeinden begleitet werden. Dazu gehören der freiwillige Schulsport mit Angeboten in Aesch und Hitzkirch sowie das Bewegungsprojekt «Friactiv» mit dem Bewegungsparcours in Ballwil. Künftig sollen weitere Impulse folgen, etwa im Bereich regionaler Sportevents, Sportinfrastruktur und Sportanlagenkonzepte. Auch kommende Anlässe wie der Slow-up vom 16. August 2026 oder die Gewerbeausstellung «HOFDERE 2026 inspiriert» wurden als mögliche Plattformen für Bewegung und Begegnung genannt.

Geschäftsleiter der IDEE SEETAL Raimund Wenger betonte, dass der Sport eine Chance biete, näher an die Bevölkerung zu rücken. Die Sportkonferenz solle deshalb nicht als einmaliger Anlass verstanden werden, sondern als Startpunkt für einen regelmässigen Austausch. «Es braucht den Austausch und die Vernetzung», sagte auch Coni Grünig. Genau dafür soll die Konferenz künftig eine Plattform bieten.

Ein wichtiger Teil des Abends widmete sich den Fördermöglichkeiten des Kantons Luzern. Philipp Wermelinger, Co-Leiter der kantonalen Sportförderung, stellte den Sportfonds vor und zeigte auf, wo Vereine, Gemeinden und Veranstalter Unterstützung beantragen können. Beiträge sind unter anderem für Sportinfrastrukturen, lokale Bewegungs- und Sportnetze, Inklusionsprojekte und Veranstaltungen möglich. Als Beispiel aus der Region, die Fördergelder erhalten haben, nannte er die neue Sporthalle in Hitzkirch und die Besetzung eines lokalen Bewegungs- und Sportnetz in Hohenrain.

Für sportliche Höhepunkte sorgte das Podiumsgespräch mit Moderator Adrian Remund. Zu Gast waren die Ottenhuser Langstreckenläuferin Ronja Hofstetter und Ruder-Olympiasieger Mario Gyr. Hofstetter machte deutlich, dass Freude der wichtigste Zugang zum Sport bleibt: «Der Spass muss an erster Stelle stehen.» Gerade bei Kindern und Jugendlichen sei es wertvoll, verschiedene Sportarten auszuprobieren. Sie selbst war früher im Geräteturnen aktiv und spielte Fussball, bevor sie zum Laufsport fand.

Mario Gyr engagiert sich heute auch auf politischer Ebene für den Sport, unter anderem als Mitglied des Exekutivrats von Swiss Olympic. Dabei zog er einen Vergleich zur Kultur: Diese trete stark und geschlossen auf, wenn es um ihre Anliegen gehe. Einen solchen Zusammenhalt und ein ähnlich selbstbewusstes Engagement wünsche er sich auch für den Sport. Entscheidend sei eine breite Basis: Nur wenn viele Menschen Zugang zu Sport und Bewegung hätten, könne sich auch der Spitzensport gesund entwickeln.


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