Stellungnahme zum Programm Gesamtmobilität

16. März 2020

Damit die bestehenden Verkehrsinfrastrukturen so effizient wie möglich genutzt, gut unterhalten, erneuert und – wo erforderlich – ausgebaut werden, schafft der Kanton Luzern mit dem Programm Gesamtmobilität ein neues, umfassendes Planungsinstrument. Die IDEE SEETAL hat ihre Stellungnahme zum neuen Programm abgegeben.

Wir stützen die gesamtheitliche Betrachtung aller Mobilitätsformen in diesem konsolidierten, sauber strukturierten und verständlich vermittelten Programm. Die erwartete Konsolidierung fehlt aber schlussendlich im Detail der diversen Massnahmen auf dem Level konkreter Bauvorhaben respektive Verbesserungen im öV-Angebot.


Unter anderem zu folgenden Massnahmen haben wir Stellung bezogen:


Eschenbach:

  • Begrüsst wird, dass eine Umfahrung entgegen der Zweckmässigkeitsbeurteilung wieder in den Fokus rückt.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass eine Busverbindung an den Knoten Rothenburg sehr wichtig wäre.


Ballwil:

  • Bemängelt wurde, dass ein Projekt zur Umfahrung fehlt. Wir erwarten, dass auch hier eine umfassende Lösung geplant und umgesetzt wird.


Hochdorf:

  • Begrüsst wird die Weiterbearbeitung der Umfahrung als Lösung für das Verkehrsproblem.
  • Begrüsst wird, dass ein Doppelspurausbau und ein 1/4-Stunden-Takt der Bahnlinie von Luzern bis Hochdorf nach der Inbetriebnahme des DBL vorgesehen ist.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass die Busverbindung nach Sursee zeitnah eingeführt werden soll.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass eine Busverbindung nach Sins sehr relevant wäre.


Römerswil:

  • Die Kantonsstrasse K56 ist die kürzeste Verbindung zu einer Autobahn aus Sicht des Entwicklungsschwerpunkt Hochdorf-Römerswil und weist schon heute kein genügendes Profil aus. Es wird darauf hingewiesen, dass ein möglichster rascher Umbau notwendig ist.


Hitzkirch:

  • Begrüsst wird der Ausbau der Kantonsstrasse zwischen Baldegg und Gelfingen mit einem verbesserten Strassenprofil und dem Neubau einer Radverkehrsanlage.
  • Es wird auf die Wichtigkeit und Dringlichkeit der Strecke zwischen Hitzkirch und Aesch, der Ortsdurchfahrten Altwis und Hitzkirch hingewiesen, die u.a. wichtige Schulwegverbindungen sind.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass eine Busverbindung nach Fahrwangen einem echten Bedürfnis beider Kantone entspricht.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass eine Busverbindung nach Muri sehr relevant wäre.


Aesch:

  • Die Ortsdurchfahrt Aesch ist stark belastet durch die Anbindung nicht nur an die Nord-Süd-Achse (K16) sondern auch an die Ost-West-Achse (K64/K58). Es wird bemängelt, dass eine Optimierung erst in der Periode 2031-2034 geplant ist, die Dringlichkeit ist deutlich höher.
  • Es wird bemängelt, dass die Strasse Aesch bis Fahrwangen, welche in einem schlechten Zustand ist, nicht höher priorisiert wird.